VERANSTALTUNGEN DES WEITERBILDUNGS­­PROGRAMMS

Im Rahmen der im Herbst 2014 neu geschaffenen Wissenstransferzentren in Österreich bieten die Wiener Universitäten ein interuniversitäres Weiterbildungsprogramm mit freiem Zugang an. Das Weiterbildungsprogramm 2017/18 des WTZ Ost widmet sich neuen Formen der Erarbeitung, Vermittlung und Verwertung von Wissen.

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WEGE DES GESTALTENS VON GEISTIGEM EIGENTUM

19. Mai 2016 | 11:00 - 17:00

Vortragende: Sylvia Petrovic-Majer, Verena Dauerer, Lars Zimmermann, Claudia Garád

So viele Möglichkeiten des Zugangs zu Daten, Bildern, Informationen und Wissen gab es noch nie. Die Nutzung von netzwerk- und computergestützten Medien und digitalen Techniken ist alltägliche Kultur-, Arbeits- und Forschungspraxis. Je einfacher der Zugang, das Teilen, Vervielfältigen und Weiterverarbeiten, desto schwieriger die Verwertung von eigenen Inhalten, gerade im digitalen und audiovisuellen Bereich. Dadurch werden aber nicht nur Fragen des Nutzungs- und Verwertungsrechts neu gestellt, sondern auch neue Wege und Praktiken des gemeinschaftlichen Nutzens möglich. In vier thematischen Workshops werden Hilfestellungen und Hintergründe vermittelt und erarbeitet. Die Workshops finden zeitgleich statt.


WORKSHOP I (SYLVIA PETROVIC-MAJER) Die Workshopteilnehmer_innen werden auf neue Wege der Verwertung eigener Kreativität aufmerksam gemacht. In einer Gesellschaft, in welcher durch Teilen, Transparenz und Teilhabe öffentliche Daten zugänglich sind, verändert sich der Umgang mit Umwelt und Strukturen. Die damit einhergehende Veränderung monetärer und nicht-monetärer Verwertungen stehen im Mittelpunkt und die Teilnehmenden werden nach einer begleiteten Erarbeitung der Grundlagen im ersten Teil zum gemeinsamen Entwerfen eigener Projektideen im zweiten Teil aufgerufen.


WORKSHOP II (LARS ZIMMERMANN) „Mit ‚Open Source’ und ‚Creative Commons’ kann man kein Geld verdienen“, ist ein immer noch weit verbreiteter Gedanke. Dabei wächst die Zahl der Beispiele, die das Gegenteil beweisen. Aber natürlich ist es in den meisten Fällen nicht getan mit einer einfachen Änderung der Lizenz. Gute Open-Source-Produkte sind auch für erfolgreiches Offensein gestaltet und die Geschäftsmodelle darum entsprechend angepasst. Im Workshop werden wir uns eine Reihe von Beispielen für Produkte und Geschäftsmodelle anschauen.


WORKSHOP III (VERENA DAUERER) Wie profitiere ich von meinem geistigen Eigentum auch finanziell? Das, was ich tue, macht mir Spaß – doch wie kann ich damit Geld verdienen, ohne ‚meine Seele zu verkaufen’? Die praxisorientierte Veranstaltung versteht sich als journalistisches Coaching, bei dem Aspekte des Freelancerdaseins an Beispielen aus der Gruppe erörtert werden. Denn kreativ arbeiten beinhaltet auch eine ökonomische Haltung gegenüber dem eigenen Schaffen. Neben der Auseinandersetzung mit der ethischen Komponente gehören zu den Grundvoraussetzungen etwa Kenntnisse über Workflow und Leistungsanforderungen, oder auch die Pflege des Netzwerks. Es werden Wege zu einer selbstbestimmten nonlinearen Arbeit aufgezeigt.


WORKSHOP IV (CLAUDIA GARÁD) Wikipedia kennt jeder, sie ist  jedoch mehr als eine Webseite – sie ist mittlerweile ein Symbol für eine offene, kollaborative Netzkultur, eine der seltenen Sphären des Internets, in der weder kommerzielle noch politische Interessen im Vordergund stehen. Vor allem aber kann hier kann jeder vom Konsument zum Produzent werden, denn die Inhalte der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte stammen von freiwilligen Autor_innen, Fotograf_innen und Grafiker_innen: einige Experten, zahlreiche Laien – Menschen wie du und ich. Im Rahmen des Workshops werden die Grundlagen für die Arbeit in Wikimedia Projekten vermittelt und aufgezeigt, was man vom Erfolgmodell Wikipedia lernen kann.

Datum: 19.05.2016
Uhrzeit: 11:00 – 17:00

Ort: Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien
1060 Wien, Lehárgasse 6-8
Erdgeschoss

MAG. SYLVIA PETROVIC-MAJER ist Kulturwissenschaftlerin und seit 2013 im Executive Board von Open Knowledge Austria. Als Mitbegründerin der Arbeitsgruppe OpenGLAM begleitet sie (Gruppen-)Arbeitsprozesse mit partizipativen Methoden, um mit (Kultur-)Institutionen ihre Strategien, Innovationsprojekte und Kooperationen zu erarbeiten und die OpenData Bewegung in der Kunst- und Kulturlandschaft Österreichs zu entwickeln.
LARS ZIMMERMANN (larszimmermann.de) ist Ökonom und Künstler aus Berlin. Seit 2009 entwickelt er Projekte zum Thema Open Source Hardware und Kreislaufwirtschaft. Er ist Mitgründer der OPENiT Agency in Berlin (openitagency.eu) und den globalen Open Source Circular Economy Days (oscedays.org).
VERENA DAUERER (Berlin/Tokio) arbeitet im Bereich der Trendforschung an der Schnittstelle von Technologie und Kreation. Als Technik-Redakteurin entwickelt sie redaktionelle Magazin-Konzepte zu Mobilität, DIY oder Open Source für Marken (Audi, Deutsche Telekom, Mercedes-Benz u.a.). Derzeit ist sie Leiterin Kommunikation bei der re:publica-Konferenz zur digitalen Gesellschaft. http://www.designjournalists.com
CLAUDIA GARÁD Spezialität und Leidenschaft ist das Organisations- und Kommunikationsmanagement in seiner ganzen Vielfalt. Claudia leitete die Marketingabteilung des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation, bevor sie 2012 die Geschäftsführung von Wikimedia Österreich übernahm. Der Verein mit Sitz in Wien unterstützt seit 2008 die Menschen hinter der Wikipedia und ihre Ideen.

Details

Datum:
19. Mai 2016
Zeit:
11:00 - 17:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien
Lehárgasse 6-8
Wien, 1060 Österreich
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